Nach längeren Verhandlungen haben die südkoreanische Hyundai Rotem sowie ihre polnischen Partner Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) und Zakłady Mechaniczne Bumar Łabędy Ende Oktober eine Vereinbarung zum Technologietransfer für den Kampfpanzer K2 unterzeichnet. Bumar Łabędy erhält damit die Rechte und Fähigkeiten, den K2 sowie seine polonisierte Version K2PL und davon abgeleitete Unterstützungsfahrzeuge herzustellen, zu modifizieren, modernisieren und bis zur zweithöchsten Wartungsstufe 4 instand zu setzen.
Daneben einigten sich die Parteien darauf, in den nächsten beiden Jahren 116 K2 abzuliefern, 64 K2PL in den Jahren 2028 bis 2032, und 31 Bergepanzer sowie je 25 Pionier- und Brückenlegepanzer auf K2-Fahrgestell in den Jahren 2029 bis 2031. Insgesamt hat das polnische Heer mit Stand August 360 Kampfpanzer des Typs bestellt, von denen 160 bereits ausgeliefert sind. Die 16. Mechanisierte Division soll 180 Stück erhalten.
Türkei startet Altay-Serienproduktion
Währenddessen hat die Türkei ebenfalls Ende Oktober die Serienproduktion des Kampfpanzers Altay gestartet, auch dieser mit südkoreanischer Hilfe entwickelt. Bei der offiziellen Eröffnung der Produktionsstätte von Hersteller BMC in Ankara wurden die ersten beiden Exemplare an das türkische Heer übergeben. Das Werk soll künftig mehr als 1.500 Beschäftigte haben und monatlich acht Altay sowie zehn 8×8-Panzerfahrzeuge Altuğ fertigstellen.
Dabei sollen die ersten 85 Kampfpanzer der Version T1 noch mit südkoreanischem Antriebsstrang produziert werden. Ab 2026 oder 2027 ist dann der Übergang zur Version T2 mit einheimischen BATU-Powerpack von BMC geplant. Bislang sind 250 Altay bestellt, die die älteren Kampfpanzer Leopard 1 und M60 des Heeres ablösen sollen.
Stefan Axel Boes







