In der dritten Woche der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran konzentriert sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Der Iran hat erklärt, dass die Meerenge, durch die normalerweise rund 20 Prozent der weltweiten Erdölexporte laufen, für Schiffe seiner Gegner und deren Verbündeten gesperrt sei. Aufgrund der von mehreren Angriffen auf die Schifffahrt untermauerten Drohungen stiegen die Versicherungsraten und damit die Transportkosten in eine Höhe, die den internationalen Transit weitgehend zum Erliegen brachte.
Nicht betroffen sind Ölexporte für mit dem Iran verbündete oder neutrale Staaten wie China und Indien. Nach einigen Meldungen sind die iranischen Ausfuhren, insbesondere über die Ölverladeinsel Kharg im Norden des Persischen Golfs, gegenüber der Vorkriegszeit sogar gestiegen. Dies bedeutet auch Einnahmen für die Führung in Teheran und insbesondere die iranischen Revolutionsgarden, die ihr eigenes Wirtschaftsimperium betreiben. Zumal die internationalen Ölpreise für ein Barrel (159 Liter) der Standardmarke Brent am heutigen Montag von rund 60 US-Dollar zu Jahresbeginn weiter auf um die 105 Dollar gestiegen sind.

Druck auf die amerikanische Regierung
Auch andere wichtige Exportgüter wie Düngemittel sind betroffen, was negative Folgen für die globale Wirtschaft haben könnte. Dies setzt insbesondere die amerikanische Regierung von Präsident Donald Trump unter Druck, die Straße von Hormus zu öffnen. Von Trump früh angekündigte Begleiteinsätze der U.S. Navy für die internationale Schifffahrt werden nach kürzlichen Berichten aber noch mindestens zwei Wochen auf sich warten lassen. Am heutigen Montag wurden zwei von drei amerikanischen Littoral Combat Ships, die kürzlich die bisher in Bahrain stationierten vier Minenjagdboote der Navy abgelöst hatten, sogar im malaysischen Hafen Penang festgestellt.
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