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Als eine der wenigen NATO-Streitkräfte hat die Bundeswehr bei der Ausstattung ihrer Luftlandeverbände auf den Fahrzeugtypus des Waffenträgers gesetzt. Mit diesen einzigartigen Fahrzeugen sollten der Fallschirmtruppe hochmobile Waffensysteme zur Verfügung gestellt werden, um die Durchsetzungsfähigkeit gegen mechanisierte und gepanzerte Verbände zu erhöhen.

Kurz-Chronik des Vorhabenverlaufes Wiesel 1

Erste taktische Forderungen für diese Waffensysteme wurden bereits Anfang der 70er Jahre erlassen. In die Truppe sind die Waffenträger vom Typ Wiesel 1 aber aufgrund von Verzögerungen im Programmfortschritt erst Anfang der 90er Jahre eingeführt worden. Ursprünglich in den schweren Kompanien der Fallschirmjägerbataillone, später in den neugebildeten Fallschirmpanzerabwehrbataillonen der 1. Luftlandedivision eingesetzt, stellten insbesondere der Wiesel 1 Maschinenkanone und der Wiesel 1 TOW eine beachtliche Feuerunterstützungsplattform für die Luftlandeinfanteristen dar. Die Waffenträger zeichneten sich durch ihre Lufttransportfähigkeit, die hohe Mobilität im Gelände und für die Fahrzeuggröße hohe Feuerkraft aus. Mehrere hundert der Systeme wurden in unterschiedlichen Typen beschafft.

Nach weiteren Umstrukturierungen der Bundeswehr und Reduzierung der Luftlandetruppe wurden die Wiesel-1-Waffenträger auch in den schweren Kompanien der Jäger- und Gebirgsjägerverbände verwendet. Nach knapp 30 Jahren Nutzung werden die Systeme derzeit einer Nutzungsdauerverlängerung unterzogen. Diese zielt darauf ab, die verbliebene Wiesel-1-Flotte für eine weitere Nutzung zu ertüchtigen, bis diese durch einen Maschinenkanonenboxer (für Jäger- und große Teile der Gebirgsjägerbataillone) bzw. einen luftbeweglichen Waffenträger (für Fallschirmjäger- und Anteile der Gebirgstruppe) abgelöst werden können.

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