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11 Luchtmobiele Brigade geht tauchen

André Forkert

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Die niederländische 11 Luchtmobiele Brigade (11 LMB; deutsch: 11. luftbewegliche Brigade) ist eine selbständige Brigade und der deutschen Division Schnelle Kräfte unterstellt. Die Brigade ist luftbeweglich und auf die Verbringung per Fallschirm oder Luftlandungen mit Hubschraubern spezialisiert. Der 1992 aufgestellte Großverband kann innerhalb von sieben bis 20 Tagen weltweit im nationalen Auftrag oder multinationalem Rahmen eingesetzt werden. Der etwa 2.100 Mann starke Großverband ist in Schaarsbergen und in Assen in den Niederlanden stationiert.

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Maritime Spezialkraft voll ausgerüstet. (Foto: Patriot3)

Obwohl das Element „Luft“ ihr Metier ist, führten Soldaten der 11 LMV jetzt ein Unterwasser-Training mit ihren Jetboots v4 & v5 Tauchantriebssystemen durch. Hersteller der Jetboots ist die US-amerikanische Firma Patriot3 mit Sitz in Fredericksburg, Virginia. Patriot3 hat sich auf Ausrüstungen für den Einsatz auf und im Wasser spezialisiert, um die Manövrierfähigkeit, unauffällige Fortbewegung und schnelle Reaktionsfähigkeit in schwierigen maritimen Umgebungen zu verbessern. Nutzer sind vor allem Spezialkräfte und spezialisierte Kräfte.

Laut eigenen Angaben hat die Patriot3 Maritime Division seit 2009 über 1.000 Jetboots in 25 Ländern weltweit verkauft Mehrere bahnbrechende maritime Initiativen sollen sich derzeit in der Entwicklung befinden und voraussichtlich Ende 2024 auf den Markt kommen, so das Unternehmen.

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Soldat der 11 LMB bei der Vorbereitung. An Hüfte und Oberschenkel gut zu sehen sind die Jetboots. (Foto: Patriot3)

Die Jetboots sind ein Antriebssystem für Taucher, das speziell für Militärtaucher entwickelt wurde. Jetboots verwendet geräuscharme bürstenlose Motoren und Lithium-Ionen-Batterien, um einen leistungsstarken Antrieb bei sehr geringem Gesamtgewicht des Systems zu erreichen. Durch die Jetboots werden Kampfschwimmer und technische Taucher unterstützt, um die Mobilität zu erhöhen, zum Beispiel bei Aufklärungs-, Such- und Rettungseinsätzen, Patrouillen und Rumpfinspektionen. Das Jetboots-System ist vom US-Verteidigungsministerium zugelassen und mit der standardmäßigen militärischen Tauchausrüstung kompatibel. Die Jetboots werden an den Oberschenkel befestigt und sorgen für zusätzlichen Schub. So kann die Fortbewegung beschleunigt werden. Die Taucher sind länger durchhaltefähig. Das System wurde 2013 für die U.S. Navy SEALS entwickelt, konzipiert und patentiert.

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Das System erlaubt eine freihändige Bedienung. Die Grundlage ist eine leichtgewichtige und strapazierfähige Aluminium-Konstruktion. Laut Hersteller liegt die maximale Tauchtiefe bei 300 Fuss (ca. 95 m). Das System kann auf maximal 3,8 Knoten beschleunigen. In Abhängigkeit von Geschwindigkeit, Tauchtiefe, Wassertemperatur, etc. liegt die Betriebsdauer zwischen ein bis sechs Stunden. Für besonders sensible Missionen wird ein Stealth-Modus angeboten, ganz ohne jegliche LED-Beleuchtung. Das System bietet eine Ausgleichsvorrichtung für den Auftrieb. Die Batterien sind im laufenden Betrieb und unter Wasser austauschbar, der sogenannte Hot-Swapping.

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Detailaufnahme. (Foto: Patriot3)

Auch wenn die Soldaten die Jetboots der Versionen 4 und 5 nutzen, so können auch ältere Generationen der Jetboots mit der neuesten JDPS-Hardware nachgerüstet werden, einschließlich Schubdüsen, Kontrollboxen, Batterien, Gurtzeug, Navigation usw..

André Forkert