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Nachdem das ungarische Verteidigungsministerium bereits letzte Woche die Beschaffung der Schutzsysteme bekanntgegeben hat, S&T berichtete, hat dies heute auch der Hersteller der Systeme bestätigt. Die 209 Schützenpanzer Lynx der ungarischen Streitkräfte werden mit dem Hard-Kill Active Protection System (APS) StrikeShield von Rheinmetall gegen die Bedrohungen durch moderne Panzerabwehrwaffen geschützt. Ein entsprechender Vertrag mit einem Volumen von 140 Millionen Euro wurde am 17. Mai öffentlich bekannt gemacht.

StrikeShield ist die dritte und neueste Generation der Rheinmetall Active Defence System (ADS) Technologie. In der speziellen Variante des Hard-Kill APS-Systems sind passiver und aktiver Schutz aufeinander abgestimmt. Das ADS ist dabei ein verteiltes System, wobei die Sensoren und Gegenmaßnahmen in die Kontur und Architektur des gesamten Fahrzeuges integriert sind. Niedrige Emissionen im elektromagnetischen Spektrum sowie schnelle, sichere und verlässliche Reaktionsgeschwindigkeit bei Hinterhalts- oder Multi-Hit Szenarien sind kennzeichnende Merkmale des Systems. Das Fahrzeug ist somit gegen ungelenkte und gelenkte Hohlladungsbedrohungen geschützt, da anfliegende Projektile vor dem Auftreffen auf das Fahrzeug neutralisiert werden.

Das StrikeShield APS wird direkt in hybride Schutzmodule des Lynx integriert. Das Fahrzeug erhält anstelle konventioneller, passiver Zusatzpanzerungsmodule speziell ausgelegte Passivschutzlösungen, in die die Komponenten des APS vollständig zwischen der Wanne und Außenhülle des Fahrzeugs integriert sind.

Die ADS-Technologie gehört seit 2006 zum Technologieportfolio von Rheinmetall. StrikeShield wird von der Rheinmetall Protection Systems GmbH entwickelt, produziert und geliefert, die 2019 als Center of Excellence für Schutztechnologien gegründet worden ist. Kern der Produktstrategie ist die Hybridisierung von Schutzlösungen, welche bessere, leichtere und günstigere Schutzlösungen für gepanzerte Fahrzeuge ermöglichen.

Gerhard Heiming