StartMobilitätRheinmetall erweitert Portfolio um elektrische Hybridfahrzeuge

Rheinmetall erweitert Portfolio um elektrische Hybridfahrzeuge

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Die niederländische Rheinmetall-Tochter Rheinmetall Defence Nederland hat das niederländische Startup-Unternehmen REEQ übernommen. Der Kaufpreis wurde nicht kommuniziert. Die 2018 gegründete REEQ stellt vollelektrisch angetriebene, leichte taktische Fahrzeuge her und arbeitet u.a. mit der Verteidigungsindustrie und dem Motorsport zusammen.

Nach Angabe vor Rheinmetall besteht die Fahrzeugflotte von REEQ derzeit aus einem Unmanned Ground Vehicle (UGV), einem Side-by-Side-Buggy und einem Quad, alle drei mit exakt demselben vollelektrischen Antriebsstrang. In der „neuen Generation der Mobilität“, so Rheinmetall, habe REEQ den taktischen Transport mit einer mobilen Energiequelle (Microgrid) verbunden. Damit seien die Fahrzeuge voll auf Autonomie vorbereitet.

Die skalierbare REx-Plattform  kann nach der Beschreibung von REEQ als Basis-Chassis entsprechend Kundenanforderungen konfiguriert werden. Bis zu zehn Achsen (davon zwei angetriebene) sind möglich mit 32 bis 84 kW Elektromotoren. Energiequelle sind wiederaufladbare (Lithium-) Batterien. Das Ladegerät an Bord kann auch dieselelektrisch betrieben werden. Ein Tank mit bis zu 100 Liter kann mitgeführt werden. Als Nutzlast gibt der Hersteller 600 bis 1.500 kg, abhängig von der Zahl der Achsen. Für eine 32kWh-Batterie gibt der Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h und eine Reichweite von 200 km an. Mit dieselelektrischem Range-Exender kann die Reichweite auf 1.000 km gesteigert werden.

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Das niederländische Startup REEQ bringt u.a. ein variables, vollelektrisch angetriebenes Fahrzeug in den Technologiekonzern Rheinmetall. (Foto: REEQ)

Das Fahrzeug wird über einen Joystick gesteuert. REEQ bietet einen Simulator an, in dem das Steuern geübt werden kann.

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Auch nach der Übernahme sollen Weiterentwicklung und Serienproduktion dieser Fahrzeuge weiterhin in den Niederlanden stattfinden. Wie Rheinmetall schreibt, komme das Unternehmen den zahlreichen Forderungen niederländischer Politiker und Verteidigungsfachleute nach, mit industrieller Stärke und Spezialisierung zur Stärkung der Verteidigungsindustrie beizutragen. Mit der Entwicklung und Produktion in den Niederlanden werde auch die strategische Eigenständigkeit und die niederländische Position auf dem Gebiet der militärischen Elektrifizierung und Autonomie in der internationalen Verteidigungsindustrie gestärkt.

Redaktion / gwh