StartStreitkräftePuma, Skyranger etc.: Bericht über weitere Beschaffungspläne

Puma, Skyranger etc.: Bericht über weitere Beschaffungspläne

Wie die amerikanische Tageszeitung Politico berichtet, plant die Bundesregierung weitere Beschaffungen im Wert von insgesamt 377 Milliarden Euro für alle Teilstreitkräfte der Bundeswehr. Das Medium, das seit 2021 zum deutschen Springer-Konzern gehört, beruft sich auf eine 39-seitige Liste von rund 320 Projekten, die beginnend mit dem Haushalt 2026 umgesetzt werden sollen. Von diesen würden 179 bereits mit Vertragsnehmer aufgeführt, darunter rund 160 deutsche Unternehmen.

Dazu gehörten etwa 662 zusätzliche Schützenpanzer Puma plus 25 Fahrschulfahrzeuge, die bis 2035 geliefert werden sollten. Auch 561 Flugabwehrsysteme Skyranger 30, 14 Feuereinheiten IRIS-T SLM samt 396 Flugkörpern und 300 weitere der Kurzstreckenversion IRIS-T SLS sollen beschafft werden. Letztere sind für die FlaRak-Version des Boxers vorgesehen, die Skyranger 30 ergänzen soll. Insgesamt sollen allein für die bodengebundene Flugabwehr mit IRIS-T 4,2 Milliarden Euro ausgegeben werden.

Von Puma bis Tomahawk

Ein weiterer Schwerpunkt sind Drohnen für alle Teilstreitkräfte, darunter weitere Heron TP aus Israel samt passender Bewaffnung für 100 Millionen Euro, ein Dutzend taktische Aufklärungssysteme LUNA NG für 1,6 Milliarden und vier Marinedrohnen uMAWS für 675 Millionen Euro. Ebenfalls für die Marine sind vier zusätzliche Seepatrouillenflugzeuge P-8 Orion für 1,8 Milliarden Euro vorgesehen, von denen bislang acht bestellt sind.

Die Absicht zum Kauf weiterer P-8 war bereits bekannt, ebenso wie für 15 weitere Kampfflugzeuge F-35 für 2,5 Milliarden Euro. Soldat & Technik hatte ebenfalls bereits über das deutsche Interesse an dem amerikanischen Mehrzweck-Flugkörperstartsystem Typhon berichtet, von dem drei für 220 Millionen Euro auf der Liste stehen – zusammen mit nicht weniger als 400 Marschflugkörpern Tomahawk Block Vb für 1,15 Milliarden.

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Einen großen Anteil machen schließlich Satellitenprogramme für insgesamt 14 Milliarden Euro aus, davon allein 9,5 Milliarden für eine störfeste Konstellation von Kommunikationssatelliten im niedrigen Erdorbit. Auch neue geostationäre Satelliten und Upgrades für Bodenstationen sind vorgesehen.

Stefan Axel Boes