StartS&T+U.S. Air Force Pararescue: Kampfretter bei Flugzeugabstürzen

U.S. Air Force Pararescue: Kampfretter bei Flugzeugabstürzen

Der gegenwärtige Irankrieg wird bislang weitgehend aus der Luft geführt. Geht es nach den USA und Israel, wird dies vermutlich auch so bleiben, da Bodenoperationen militärisch und damit auch innenpolitisch erheblich riskanter sind. Dennoch haben auch die amerikanischen Luftstreitkräfte bereits zumindest materielle Verluste erlitten. Geht ein US-Luftfahrzeug in einem Kampfgebiet durch Abschuss oder andere Ursachen verloren, kommen die „Parajumper“ oder kurz PJ genannten Kampfretter der U.S. Air Force (USAF) Pararescue zum Einsatz, um überlebende Besatzungsmitglieder zu retten.

Keine Berichte darüber gab es bei einem „Friendly fire“-Vorfall zu Beginn der iranischen Gegenschläge auf die arabischen Golfstaaten, als eine kuwaitische F-18 Hornet versehentlich drei F-15E Strike Eagle der U.S. Air Force abschoss. Alle sechs Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten und gingen auf kuwaitischem Gebiet nieder. In diesem Fall teilten Kommandostellen beider Länder lediglich mit, dass diese von den Absturzstellen evakuiert und ins Krankenhaus gebracht wurden, wobei sich das US-Zentralkommando CENTCOM ausdrücklich für die Anstrengungen und Unterstützung Kuwaits bedankte.

Parajumper mit dem simulierten Überlebenden eines Flugzeugabsturzes bei einer Übung 2005.
Parajumper mit dem simulierten Überlebenden eines Flugzeugabsturzes bei einer Übung 2005. (Foto: U.S. Air Force/Scott Taylor).

Rettungsstaffeln und Special Tactics Squadrons

In der Nacht zum heutigen Freitag wurde nach einem „Vorfall“ mit zwei Tankflugzeugen vom Typ KC-135 Stratotanker über dem westlichen Irak der Absturz von einer der beiden Maschinen mit sechs Besatzungsmitgliedern an Bord gemeldet. Die andere landete mit leichten Beschädigungen auf dem israelischen Flughafen Ben Gurion. Nach Angaben von CENTCOM gab es keinen Beschuss, spekuliert wird über eine Kollision der Flugzeuge. Nach letzten Meldungen kamen vier Besatzungsmitglieder ums Leben, nach zwei weiteren werde gesucht.